Hinterkaifeck
"Gottloser Mörderhand fielen zum Opfer..."
Am 30. März 1922 macht der 63 jährige Altbauer Andreas Gruber eine Entdeckung, die ihm das Blut in den Adern gefrieren lässt. Vom Waldrand führen Spuren durch den Schnee auf seinen Eindödhof zu - aber keine zurück. Der zurückhaltend und eigenbrötlerische Mann erzählt zwar Nachbarn, was er entdeckt hat, die örtliche Gendarmerie möchte er nicht informieren. Die Spuren im Schnee sind nur ein letztes Zeichen dafür, daß auf dem einsamen Gehöft etwas nicht stimmt. Im Herbst 1921 hat Hals über Kopf die junge Magd Kreszenz R. gekündigt - wegen der "gespannten Atmosphäre" auf dem Hof und "weil es dort spukt". Am Waldesrand des nahegelegenen „Hexenholzes“ findet der Bauer eine Zeitung, die auf Hinterkaifeck nicht gelesen wird; auch der Postbote verneint sie verloren zu haben. Und immer wieder gibt es Einbruchspuren....
...Tage später durchsuchte der Ortsführer mit zwei Helfern den Hof, weil Grubers siebenjährige Enkeltochter unentschuldigt in der Schule fehlte und machten eine grauenvolle Entdeckung...
...bis heute sind der oder die Täter nicht gefunden, die Akten wurden 1955 geschlossen. Trotzdem fanden noch 1986 letzte Vernehmungen statt und Kriminalkommissar Konrad Müller ermittelt heute noch - im Ruhestand.
Die Toten sind ohne Schädel auf dem Friedhof Waidhofen bestattet, ein Gedenkstein wurde am Grab errichtet. Der Hof wurde bereits ca. 1 Jahr später, 1923 abgebrochen, heute steht in dessen Nähe an einer Wetterfichte nur noch ein Marterl...
"Der Herr gedenket als Bluträcher ihrer. Vergisst nicht das Geschrei der Armen."
|